Erde – Dokumentarfilm von Nikolaus Geyrhalter

Mehrere Milliarden Tonnen Erde werden durch Menschen jährlich bewegt. Geyrhalter macht eine Bestandsaufnahme der Menschheit als wichtigsten Einflussfaktor auf die fundamentalen und unwiderruflichen Veränderungen ihres Planeten. Er führt an Stätten des Tage- und des Tiefbaus in Europa und Nordamerika.

Neben der abstrakten Choreographie der maschinellen Abläufe kommen die beteiligten Arbeiter*innen und Techniker*innen zu Wort. Sie erzählen vom leidenschaftlichen Kampf des „Menschen gegen die Erde“, der täglichen Faszination „Berge zu versetzen“ und Material zu berühren, „das davor noch niemand berührt hat“. Sie sprechen von der unwiederbringlichen Veränderung, die ihr Tun hinterlässt.

Eine der wichtigsten und ergreifendsten umweltpolitischen Dokumentarfime der vergangenen Jahre.“ (Cineeuropa)

Die Ökumenische Jury verleiht ihren Preis in der Sektion Forum an ERDE für die Beschreibung der Verwüstung unseres Planeten durch menschliches Eingreifen – ein drängendes Thema unserer Zeit. Dieser Dokumentarfilm zeigt brennend scharfe Bilder von der Zerstörung der Topographie der Erde und ebenso offenherzige Gespräche mit Arbeiter*innen, Ingenieur*innen und Wissenschaftler*innen. Die Jury hebt besonders das Klagelied einer indigenen Kanadierin für Mutter Erde am Ende des Films hervor, das uns dazu einlädt, unsere Verantwortung zu reflektieren.“ Jurybegründung, Preis der Ökumenischen Jury, Berlinale Forum 2019