Agendakino: Die Saat des heiligen Feigenbaums
Das unter den schwierigen Bedingungen der Repression gedrehte Drama handelt von einem iranischen Ermittlungsrichter, der seiner Familie infolge der landesweiten Proteste ab 2022 („Frau, Leben, Freiheit“) gegen die autoritäre Regierung mit zunehmendem Misstrauen und Paranoia begegnet. Die fiktiven Filmszenen wurden mit realen Bildern der blutig niedergeschlagenenen Proteste kombiniert.
Die internationale Koproduktion (Iran, Deutschland, Frankreich) wurde beim Festival von Cannes im Mai 2024 uraufgeführt. Die iranischen Machthaber hatten versucht, die Premiere im Ausland zu verhindern. So wurde Regisseur Rasulof Anfang Mai zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Er floh kurz darauf unter dramatischen Umständen aus dem Land.
Im vergangenen August wurde Die Saat des heiligen Feigenbaums als deutscher Beitrag für die Kategorie Bester Internationaler Film der Oscarverleihung 2025 ausgewählt.






